So klappt es auch mit der Bildnutzung!

So klappt es auch mit der Bildnutzung!
Seit Jahren wird nun über das Thema Content Marketing gesprochen und als „Allheilmittel“ im Marketing gefeiert. Unabhängig, ob man diese Ansicht vertritt oder nicht, es ist wohl unbestritten, dass wir als Menschen sehr visuell geprägt sind und immer öfter lieber Bilder als Texte konsumieren.
Doch welche Bilder sollte ich verwenden und auf was muss ich achten? Der Profifotograf und Spezialist in Sachen Bildrechte Gunnar Menzel gibt in diesem Gastbeitrag einen Überblick über die Vor- und Nachteile von individuellen Auftragsarbeiten vs. sog. „Stock-Fotos“. Zudem weist er auf mögliche Gefahren bei der Verwendung dieses Fotomaterials hin.
Viel Spaß beim Lesen!
 

Bilder für Webseiten & Social Media

Zu jedem Online Auftritt gehört ein Pool von Fotos, die die emotionalen Werte der Marke oder des Unternehmens unterstreichen oder visuell den Auftritt abrunden sollen. Spätestens mit der Nutzung von sozialen Medien erhöht sich der Bildbedarf enorm. Zum Teil läßt sich der Bedarf mit Stockfotos decken, besonders wenn es nur um ein kurzlebiges Anteasern von Artikeln  geht.

Make or Buy?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten den Bildbedarf zu „stillen“. Auftragsarbeiten von einem Fotografen stechen sicher durch Individualität heraus. Jedoch sind solche Produktionen vorher zu planen und sind nur mit einer gewissen Vorlaufzeit umsetzbar. Kostenseitig muss diese Option übrigens nicht teurer sein, da sich je nach Verwendungszweck der Fotos (etwa Produktverpackungen, Marken/Logos, BuyOuts) der Einsatz eines Fotografen durchaus wirtschaftlicher ist.
Alternativ kann man sich Stockagenturen wie etwa iStock, Fotolia oder Foodstock bedienen. Vorteil ist der kurzfristige, schnelle Zugriff auf einen enormen Bildpool. Je nach Einsatzzweck sind Bilder für wenige Euros zu bekommen. Nachteil sind sicher die etwas generische Bildsprache. Hinzu kommt, dass sich bei den meisten Bildagenturen kein Bild exklusiv erwerben läßt.
Meine Empfehlung für meine Kunden ist der Mittelweg: Die Webseite sollte möglichst wenig Stockfotos enthalten. Die Inhalte sind meist statisch und über Jahre nutzbar. D.h der Einsatz eines Fotografen ist hier die optimale Wahl.
Für Blogs und Social Media sind Stockfotos sicher die ökonomische Entscheidung. Mit etwas Fingerspitzengefühl bei der Bildwahl, lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Je nach Budget nutzen Unternehmen übrigens auch hier individuelle Illustrationen. In Kombination mit Infografiken läßt sich hier eine klare Handschrift erkennen. Für mich ein klares Alleinstellungsmerkmal. Als Beispiel hier: http://blog.germanpersonnel.de/
Bildrechte beachten bei Content Marketing

Bilder richtig verwenden – aber wie?

Die Basics beim Bildeinsatz

Unabhängig von der Quelle der Fotos sollten Sie folgende Fragen immer im Hinterkopf haben:
  1. Wofür darf ich die Bilder verwenden?
  2. Muss ich den Urheber nennen?
Besonders im Stockumfeld ist das recht komplex. Während bei Auftragsarbeiten die Rechte und Nutzungen individuell vereinbart werden können, hat im Bereich Stockfotos jeder Anbieter seine eigenen Nutzungsbedingungen – mehr oder weniger komplex dargestellt.

Typische Fallstricke

Es gibt ganz klare Vorgaben wofür sie Stockbilder nicht verwenden dürfen. Meist sind eine Verwendung in Logos und Marken ausgeschlossen. Selbstverständlich ist jegliche pornografische, rassistische oder diskriminierende Verwendung ausgeschlossen.
Auch sind bestimmter Bilder nur für den redaktionellen Gebrauch bestimmt. D.h. ein Einsatz für Flyer, Werbung o.ä. ist ausgeschlossen. Hintergrund hier ist, das meist die notwendige Freigabe von anderen fehlt. D.h. von der der abgebildeten Person fehlt die Freigabe (Release) oder es sind Marken oder Designs abgebildet. Achten sie bitte unbedingt auf den Hinweis: „Nur für redaktionelle Nutzung“.
Auch haben die einzelnen Anbieter klare Vorgaben in welchem Umfang die Bilder verwertet werden dürfen. D.h. pro Nutzungsart werden Obergrenzen festgelegt. So dürfen Bilder etwa nur bis zu einer Auflage von 500.000 Stück für Printprodukte verwendet werden. Achten Sie pro Nutzungsart auf diese Beschränkungen.
Als letzter Punkt: Achten Sie auf die korrekte Angabe des Urhebers. Auch hier gibt es mehr oder weniger konkrete Vorgaben von der Stockagentur. Auch diese Vorgaben können an die Verwertungsart gebunden sein. Als Beispiel: iStock möchte bei einer redaktionellen Nutzung den Urheber genannt haben, im kommerziellen Umfeld nicht. Für Facebook geben Anbieter beipielsweise eine Maximalgröße vor, verbunden mit der Forderung das eigene Logo auf das Bild zu setzten. D.h. die Schwierigkeit besteht für Sie darin, pro Anbieter die Bedingungen zu kennen.
Um dieses Dilemma zu lösen, beleuchten wir bei rights-managed.de für die größten Stockagenturen das Kleingedruckte und stellen die übersichtlich dar. Sprich: typische Fallstricke, Lizenzmodelle und tabellarisch welche Nutzungsart welche Einschränkung hat. Begleitet wird die Serie mit kostenfreien Webinaren. Weitere Details zu der Serien finden Sie auf https://rights-managed.de
Das nächste Webinar zu Fotolia findet am 27. April um 16 Uhr statt.
Über Gunnar Menzel:
Profotograf Gunnar Wenzel im Blog bei www.marketing-muenchen.org

G. Menzel

Gunnar Menzel ist Portraitfotograf in München. Zu seinen Kunden zählen hauptsächlich Unternehmen und Agenturen. Er betreibt in München-Neuhausen das Studio TRIVA 9. Des Weiteren ist Gunnar Menzel mit dem Rechtsanwalt Sebastian Deubelli Initiator des Fachblogs rights-managed.de. Fokus des Blogs ist es, Themen aus den Bereichen Urheberrecht und Nutzungsrechte praxisnah aufzubereiten.

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Video im Blog – ist das notwendig und wie macht man`s?

Video im Blog – ist das notwendig und wie macht man`s?

#OlisFeedbackCorner: Im heutigen Bloggerstammtisch #bloggermuc im Presseclub München stellt sich das Podium den Fragen, ob man überhaupt ein Video im Blog braucht und wenn ja, wie sollte das Video aussehen.

Fazit: Video ist nicht immer geeignet, jedes Thema gut rüber zu bringen. Man sollte immer auf die Kombination zwischen Text, Video und Title achten. Ernüchterndes Ergebnis der Profis am Podium ist, dass man nach bereits ca. 20 sec schon ein Viertel der Zuhörer verloren hat. Wichtig ist deshalb auch das Thema Reporting bzw. Controlling der Abruf- und Abbruchzahlen (leicht über YouTube möglich). Nur so lernt man, was Kunden interessiert und wie man ein Video macht, das auch gesehen wird.

Spannende Frage ist in diesem Zusammenhang auch, können Videos alleine stehen – Ja, so die Antwort, wenn sie entsprechend spannend, gut gemacht sind und alle wichtigen Inhalte abdecken. Dann auch gerne ohne Text. Viele der Blogger sehen trotzdem Videos noch als Ergänzung.

Ein paar Tips zur Verbreitung der Videos bzw. der Blogs: Videos entsprechend vertaggen, Videos bei YouTube einstellen (allein schon wegen Reporting), eventuell zweigleisig fahren, d.h. u.a. auch bei Facebook einstellen,

Es kommen aber auch kritische Stimmen auf, z.B. bzgl. der Rechtesituation, da die Video-Plattformen sich oftmals die Rechte zur Eigennutzung geben lassen. Hier gab es durchaus kontroverse Meinungen bzgl. der rechtlichen Auswirkungen. Abschließend konnte dies nicht geklärt werden, aber die überwiegende Meinung war wohl, ein gewisses Risiko bleibt, unter seriösen Nutzern wird es aber keinen Ärger geben. Schließlich ist ja jeder Blogger auch an der Verbreitung der Videos interessiert. Bei Personen sollte man sich zudem möglichst eine schriftliche Zustimmung geben lassen. Ein interessanter Aspekt ist das sog. „konkludentes Handeln“, d.h. z.B. bei einem Interview muss der Interviewte wohl davon ausgehen, dass das Interview verbreitet werden. Im besten Fall fragt man bei laufender Kamera nochmals nach der Zustimmung. So zumindest die interessanten Aussagen der Teilnehmer. Eine Einschränkung gilt natürlich auch auf weitere Verwendungen des Bildmaterials, nach dem Motto Journalist von TV X interviewt und ein Fremder filmt mit eigenem Handy mit, dies ist nicht abgedeckt, nur die Verbreitung über TV X.

Nochmals wird betont, dass man Videos zum einen über alle Social Media Kanäle angeteasert werden, ein perfektes, techn. SEO erstellt, z.B. mit dem guten Foto, entsprechenden Tags, eine gute Überschrift zum Video, etc.. Achtung: ist das vorgeschlagene Bild für den Teaser zum Video nicht gut, dann optimiert dies. Das Bild zum Video sollte also ausdrucksstark sein. Auch der Titel im Teaserbild könnte durchaus sinnvoll sein.

Die klassische Diskussion, ob professionell erstelltes Video oder natürlich amateurhaftes Video, wird nicht final geklärt, da es am Ende doch auf den INhalt und die alten Kernelemente Zielgruppe und Kernaussage ankommt.

Ein ganz wichtiger Aspekt war schließlich die Ausstattung. Schnell war klar, dass die Minimlaausstattung heute eigentlich bereits bei jedem vorhanden ist – ein Smartphone. Einzig der Ton stellt oftmals ein Problem dar, hier sollte man auf einen guten Ton achten. Hier gibt es als guten Tip, um das Rauschen zu vermeiden, einen billigen Windschutz zu nutzen, z.B. Teddystoff. Diesen kann man auch über das Handy stülpen.

Um die Gestaltung optimal durchzuführen, kommt auch das Thema Musik auf. Auch hier hängt es wieder von der Verwendung bzw. der Zielsetzung des Videos ab. YouTube würde hier sogar lizenzfreie Musik anbieten, die allerdings immer nur zur Verwendung auf YouTube erlaubt ist, so die Aussage der Podiumsteilnehmer.

Zum Schluss kommen noch ein paar Tips, z.B. die Aufnahme über Skype & Co. mit externer Software oder über Google Hangouts on air auch z.B. Interviews über größere Entfernungen. Wichtig für die Experten sind zudem folgende Aspekte, die Videos beinhalten sollten – Emotionen, Überraschungen im Bild oder Inhalt, Konflikte, Mehrwert, der ein Video rechtfertigt, Spannung (möglichst am Anfang) und ein guter Teaser.

Nun endlich der wirklich letzte Tipp: wenig bis gar nicht zoomen und möglichst gerade halten!

Der Link zum Marketing ergibt sich zum Schluss, beim Dreh für ein Video sollte klar sein, was der User von dem Video haben oder danch ausführen soll? – Der klassische Call-to-Action am Ende!