Storytelling: mehr als Content Marketing

Storytelling: mehr als Content Marketing

Seit Monaten bzw. Jahren hört man nur noch von der Geheimwaffe Storytelling“ als Basis für Content Marketing.

Woher kommt Storytelling?

Dabei drehen sich die Diskussionen primär darum, ob es wirklich der Stein der Weisheit ist bzw. was es bewirken kann oder ob es mal wieder eine Marketing-Geschichte nach dem Motto alter Wein in neuen Schläuchen ist. Schließlich werden Geschichten ja mindestens schon seit der Zeit der Höhlenmalerei erzählt/dargestellt.

Storytelling ist mehr als nur Content Marketing

Diese Diskussion springt jedoch viel zu kurz, denn Fakt ist – Storytelling kann mehr!

Egal, wann es erfunden wurde, es kann in sehr vielen, unterschiedlichen Situationen angewandt werden. Geschichten haben die Kraft, Bilder zu erschaffen (s. auch Höhlenmalerei) und damit lebendig und anschaulich zu erzählen. Vor allem auch komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und somit zu überzeugen.

So eignet es sich nicht nur perfekt für Marketing – speziell von anspruchsvollen Produkten und Dienstleistungen -, sondern auch zur Erläuterung von Prozessen und Projektfortschritten.

Die Storytelling-Expertin Sigrid Hauer wendet #Storytelling speziell in kritischen Situationen an, um z.B. die Wünsche, Sehnsüchte, aber auch nicht erfüllte Forderungen von (Projekt-)Teams zu eruieren.

Storytelling offenbart geheime Wünsche

Menschen drücken sich leichter in Geschichten und Bildern aus, als in Fakten. Diese blenden nicht nur Emotionen aus, die häufig die eigentlichen Hindernisse in schwierigen Situationen sind, sondern auch (geheime) Vorstellungen über das Projekt und die teilnehmenden Personen oder die gesamte Aufgabe.

Geschichten machen es den Teilnehmern leichter, bestimmte Aspekte zu verstehen und zu akzeptieren, z.B. durch Vergleiche. Die Teilnehmer oder auch Kunden können so einfacher überzeugt werden. Zudem ist der „erlebende“ Effekt durch Geschichten viel größer. Gerade im Online-Bereich, wo häufig durch ein fehlendes haptisches Erlebnis ein Nachteil ggü. dem Kauf im Ladengeschäft oder dem Fühlen von physischen Produkten vorliegt.

Jetzt die Macht des Storytellings erfahren

In einem Workshop mit Sigrid Hauer werden wir die Macht des Storytellings erfahren. Jeder Teilnehmer wird seine eigene, individuelle Geschichte entwickeln und den Aufbau spannender Stories erlernen.

Anschließend werde ich den Bogen zum Marketing schließen und zeigen, was Storytelling im Marketing kann und warum es oftmals die Basis für viele, verschiedene Marketinginstrumente ist – nicht nur für #ContentMarketing. Ihr werdet so nicht nur einen Überblick über die Vielfalt der Marketinginstrumente erhalten, sondern auch mit einem ersten #Marketing-Mix für Eure Produkte bzw. Dienstleistungen aus dem Seminar gehen.

Weitere Informationen zum Workshop findet Ihr hier: Die Macht des Storytellings.

Wer mehr zu Content Marketing erfahren möchte

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#OlisFeedbackCorner: Warum Firmen heute eine „sperm strategy“ brauchen

#OlisFeedbackCorner: Warum Firmen heute eine „sperm strategy“ brauchen

Prof. #Blümelhuber hat in seinem Vortrag beim Marketing Club München am 19.11.2015 betont, dass Firmen schlecht beraten sind, wenn sie sich auf sog. Trendforschungen verlassen und denken, sie könnten somit die Zukunft antizipieren.

Bist Du fit, sexy oder lucky?

Während Firmen früher darum bemüht waren, sich an Märkte anzupassen, streng nach dem darwinistischen Leitsatz „survival for the fittest“, strengten sie sich im weiteren eher an, sexy für die Kunden zu sein. Dies war auch die Hochphase des Marketings, da man speziell vom Marketing erwartete, dass es Firmen sexy nach außen aussehen lässt. Man wollte die Begierde/Bedarf kreieren und so den Kunden glücklich machen.

Mittlerweile sind Kunden größtenteils so aufgeklärt und von Werbung genervt, dass der Referent provokativ davon spricht, dass es eher Glück ist, wenn man Kunden findet bzw. das richtige Produkt anbietet.

Nun verbietet es sich natürlich für einen Marketer, nur von den lucky guys zu sprechen. Dies wäre ein zu fatalistischer Ansatz. Deshalb gibt Herr Prof. Blümelhuber schon auch einen Lösungsansatz, wie man zu einem lucky guy wird.

 

Flexibilität statt Projektion

Da man heute die Zukunft nur schlecht projizieren kann, plädiert der Vortragende dafür, die eigene Fähigkeit zur Flexibilität zu trainieren. Firmen müssen darauf vorbereitet sein, dass etwas Unerwartetes passiert, dann sollten sie in der Lage sein, flexible genug reagieren zu können.

Somit sollten die Anstrengungen mehr auf die Gestaltung von flexiblen Strukturen und vor allem Verhalten liegen, statt auf den Bemühungen die Zukunft durch Projektionen der Vergangenheit immer genauer vorhersagen zu können.

Das alte APIC-System (Analysis – Planing – Implementation – Controlling) wird also abgelöst durch ein Vorbereitet sein, den Markt beobachten und flexibel reagieren. Um es in den Worten des Vortragenden zu sagen, soll sich das Verhalten der Unternehmen von „plan + predict“ zu „play + produce“ verändern.

 

Die „Sperm Strategy“

Richtig „unanständig“ wurde es, als der anerkannte Wissenschaftler von der Berliner Uni der bildenden Künste mit Wurzeln im bayerischen Raum, von der Sperm Strategy als einen erfolgversprechenden Ansatz sprach.

Hintergrund ist, dass wenn man die Zukunft und damit die Wünsche und Anforderungen seiner zukünftigen Kunden weder genau bestimmen (und sich daran anpassen kann), noch selbst „formen“ kann (sexy style), dann sollte man einfach versuchen, auf mehrere Pferde zu setzen. Frei nach dem Motto, ein „Pfeil“ wird schon treffen.

Dies hat natürlich eine deutliche Ähnlichkeit mit dem menschlichen Überlebens- und Vermehrungsstrategien. Auch hier werden Millionen und Milliarden Spermien losgeschickt  in der Hoffnung, dass ein Samen „treffen möge“. Dies erscheint zunächst etwas ineffizient, aber sichert das Überleben und garantiert schließlich auch den Erfolg.

 

Doch wieder Schrotgewehrmarketing?

Nun versuche ich ja in meinen Vorträgen und Beratungen immer von dem sog. „Schrotgewehrmarketing“ abzuraten. Hier scheint es aber, das gerade dafür Werbung gemacht wird.

Wie paßt das zusammen?

Zunächst einmal gibt es einen Unterschied zwischen der Produkt-betrachtung und der Marketingbetrachtung. Während es wohl unstrittig ist, dass die Produktwelten immer weiter in Richtung einer Personalisierung und damit der individuellen Anpassung von Standardprodukten an den Einzelgeschmack gehen, gilt es bei der Vermeidung von #Schrotgewehrmarketing der Vermeidung von unnützen #Marketinginvestitionen.

Somit geht es also in der Abgrenzung um die Bewerbung von vielen unterschiedlichen Produkten mit wirkungsvollen Marketingmaßnahmen. Also lieber das Geld in weitere Produktmodelle stecken und die #Marketingmaßnahmen gezielt einsetzen.

Des weiteren plädiert der Wissenschaftler ja auch für ein Training der eigenen Fähigkeiten (z.B. Flexibilität). Bei meinem Ansatz für eine erfolgreiche Kundengewinnung geht es auch darum, die Voraussetzungen, Bestandteile und Wirkungsweisen der verschiedenen Marketinginstrumente und -konzepte zu verstehen und richtig einzusetzen lernen.

Somit unterstütze ich die Philosophie von Prof. Blümelhuber zu großen Teilen (wenn vielleicht auch nicht in der radikal dargestellten Art und Weise). Aber flexibel zu sein und immer auf mehrere Pferde/Marketingkanäle zu setzen, ist definitiv die richtige Strategie! Auch die Zukunft etwas spielerischer zu sehen und mal etwas auszuprobieren, kann man nur unterstützen!

Insofern kann ich nur dem #MarketingClubMünchen für diesen spannenden und äußerst unterhaltsamen Abend danken.

Natürlich auch Prof. Blümelhuber für seine Ausführungen, auch dafür, dass er seine Folien zum Teil unter instagram zur Verfügung stellt.

 

 

Content Marketing oder München – im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne…

Content Marketing oder München – im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne…

…scheint das Bild zu sagen.

Zum 857. Stadtgründungsfest wurde die alte „Tram“ aus dem 19. Jahrhundert reaktiviert und war ein Hingucker für Besucher und Einheimische.

Diese Spannung müssen/sollten wir auch täglich für unsere „Besucher“ auf den Webseiten erzeugen bzw. unserem potentiellen Kunden anbieten, so entstehen Inhalte (neudeutsch: Content Marketing) und eine Unverwechselbarkeit.

Welche spannenden und besonderen Inhalte kannst Du Deinem Kunden bieten? Dies ist die erste wichtige Übung für jede Content Marketing Strategie, sich zu überlegen, welche Inhalte kann und will ich meinem Kunden geben bzw. „erzählen“ (Storytelling). Diese aufzubereiten und dann regelmäßig zu posten.

Wo finde ich meine Kunden? Dies könnte die zweite Übung sein, um festzulegen, wo ich dann poste.