Mobile First wird alles ändern

Mobile First wird alles ändern

#OlisFeedbackCorner: Das Top-Thema der diesjährigen #InternetWorld bzw. #CMCX war der bevorstehende Google-Wandel bzw. Philosophieschwenk von DER Online-Suchmaschine hin zur Mobile-Suchmaschine – besser bekannt als die „Mobile First“-Strategie. Während sich die Referenten uneinig waren, wann dieser Shift erfolgen wird, ob noch in 2017 oder erst in 2018 (einige gingen wohl fälschlicherweise schon davon aus, dass dies schon erfolgt wäre und verwechselten es wohl mit „mobile friendly“), waren sie sich umso einiger, dass dies eher einer Revolution denn einer Evolution entspricht.

Mobile First und was es bedeutet

Die Revolution besteht primär darin, dass Google zuerst an die relevanten Suchergebnisse für mobile Devices (#mobilefirst) denkt und diese entsprechend in den Positionierungen nach oben ziehen wird. Was bedeutet das für uns als Unternehmer?

Während es bisher noch ausreichend war, dass eine Website ein responsives Design aufwies und die „Über-Engagierten“ unter uns auch eine mobile App bzw. mobile Sites erstellten, aber weiterhin als primäre Konzeption die Online-Page im Kopf hatten, denkt Google in Zukunft zuerst ans mobile Surfen und erst dann werden (online) Websites berücksichtigt.

Dies bedeutet, wir alle müssen, wollen wir bei Google vernünftig gerankt werden, nicht nur die Transformation von Online-Inhalten auf mobile Geräte schaffen, sondern wirklich eine Digitalisierung durchführen. Prozesse, Designs, Funktionalitäten und Usabilities und damit ganze Geschäftsmodelle komplett neu durchdenken.

So werden wir wohl alle in den disruptiven Wandel einbezogen, ob wir wollen oder nicht. Also doch eher eine Revolution denn eine Evolution.

Wer werden die Gewinner von mobile first sein?

Wie immer werden die Schnellen und die Mutigen die Gewinner sein. Mutig, um auch mal zu scheitern, schnell genug, zu erkennen, welche Prozesse heute Standard sind und somit von Maschinen erledigt werden bzw. durch die künstliche Intelligenz nicht nur erledigt, sondern sogar optimiert werden. Statt wie früher viel Zeit auf die Planung und Konzeption zu verlieren, gilt es heute, Ideen zu generieren, diese sofort zu testen, ggf. von der #Schwarmintelligenz optimieren zu lassen und am „lebenden Objekt“ zu optimieren, statt zu warten, bis es am Reißbrett perfekt ist.

Schon heute bestellen und assistieren Geräte á la Amazon Deine Wünsche, die Du nur auf der Couch vor Dich hinbrummelst. Collaborative Roboter lernen ständig hinzu, programmieren sich selbst und können heute gelenkig Dinge anfassen und Prozesse ausführen, die früher nur von Menschenhand erledigt werden konnten.

Google kopiert das Internet

Immer häufiger versucht Google dem Nutzer schon Informationen vorab auf den Suchergebnissen bereit zu stellen, ohne dass der User noch direkt auf eine Seite gehen muss. Viele von Euch haben dies schon einmal bemerkt, wenn sie z.B. einen Begriff erklärt bekommen möchte (gebt zum Test in Google mal ein: „Was sind Verben?“, dann erhält man beispielsweise die Definition von Wikipedia ganz oben in den Suchergebnissen – bereitgestellt von Google, ohne direkt auf Wikipedia gehen zu müssen).

Neben diesen „Kopien“ geht Google im mobilen Bereich noch einen Schritt weiter. Die sog. AMPs („Accelerated Mobile Pages“) sind quasi einfache Kopien der wichtigsten Inhalte von mobile Pages. Diese werden bei Google gecacht, um möglichst schnell auf die mobilen Devices ausgeliefert werden zu können. Firmen sind gezwungen, diese Seiten speziell zu erstellen, obwohl hierbei oft nur eingeschränkte Funktionalitäten bestehen. Die meisten AMPs verlinken deshalb auf die Standard-Mobile-Sites, wenn sie weiterführende Funktionalitäten benötigen.

Webshops vor immer neuen Herausforderungen

Neben den Herausforderung im Ranking für alle, verschärft sich die Situation natürlich für E-Commerce-Shops. Nicht nur ständig wachsende rechtliche Anforderungen, auch spezifische Anforderungen z.B. im Bereich Bildgestaltung, Text bzw. Beschreibung fordern die #ECommerce-Betreiber täglich heraus. Zusätzlich ist darauf zu achten, die Sprache der potentiellen Kunden zu sprechen, den Wettbewerb zu beobachten und den Content gut zu strukturieren.

Ein perfekter Check-Out-Prozess, die (schnelle) Lieferung, eine gute Kommunikation während des Fulfillments und eine zügige Retourenabwicklung (wenn nötig) werden heute als Standard sog. Commodity vorausgesetzt und lassen keine wirkliche Differenzierung mehr zu, dafür ist Amazon zu mächtig 😉

Erfolgreich ist man, wenn man nicht nur alle Punkte berücksichtigt und trackt, sondern auch ständig optimiert, z.B. durch A/B-Testing. So lassen sich Vorsprünge ausbauen, Reaktionen richtig einschätzen und Erfolge verstärken.

 

 

 

 

 

 

 

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Greetings von der CMCX…

Greetings von der CMCX…

#OlisFeedbackCorner: Nach den allg. Informationen rund um das Internet und speziell im Bereich E-Commerce steht heute das neue „Allheilmittel“ des Marketings – Content Marketing – im Vordergrund.

Wie bereits in der gestrigen OlisFeedbackCorner erwähnt, ist die #CMCX erstmals in München – im Rahmen der Internet World – zu Gast. Am zweiten Kongresstag geht es – wie der Kongresstitel schon verrät – um Content – wichtige Inhalte. Im speziellen werden Erfolgsbeispiele genannt, Content-Generierung entlang der Customer Journey beleuchtet und das spannende Thema der Conversion betrachtet.

Natürlich wird auch wieder das Controlling beschworen, um die Effizienz des Content Marketings darzustellen.

Ist Conversin alles?

Schön ist, dass trotz aller Betonung von KPIs und dem dahinterstehenden Controlling deutlich wird, dass Content Marketing eigentlich auch einem anderen Anspruch gerecht wird. Der notwendigen Quantität an Touchpoints. Was heißt das? 

Quasi seit Generationen ist klar, dass für einen Kauf immer mehrere Impulse im Vorfeld notwendig sind. Unabhängig, ob man von 5, 7 oder 12 notwendigen Kontakten ausgeht, welches sicher von der jeweiligen Branche bzw. Statistik abhängig ist, ist unbestritten, dass es zunächst einmal mehrerer Kontakte und IMpulse vor einem Kauf bedarf. Hier kommt Content Marketing ins Spiel! Auch wenn man deshalb nicht von jedem Post einen Kauf erwarten darf (was sehr naiv wäre), erfüllt Content Marketing auf alle Fälle die Bedürfnisse der ersten Touchpoints im Vorfeld eines Kaufs. Dies sollte bei jedem Controlling beachtet werden.

Gibt es eine Social Media Plattform neben Facebook?

Tumblr stellt sich auf der CMCX als DIE Plattform neben Facebook vor, die zwar trotz (noch) deutlich geringerer Nutzerzahlen ein fast auf FB-Niveau liegendes „Engagement“-Niveau aufweist (nach eigener Aussage).

Speziell die Generation Z findet hier unter den mehr als 8 Mio. Nutzern in Deutschland eine Plattform, die ihrer Mediennutzung entspricht.

Unabhängig vom Alter wird #Tumblr als die wichtigste Content-Quelle für andere Medien dargestellt, nicht nur bei den „Millenials.“ Wichtig ist dabei, dass auf Tumblr alle Formate erlaubt sind und diese mit allen anderen Social Media Plattformen geteilt werden. Dabei ist es „mobile first“-gemäß natürlich responsive für alle Devices.

Interessant ist dabei, dass angeblich 95% der Tumblr-User Inhalte teilen – ein unschlagbarer Wert.

Als wichtigstes Take-Away, wenn auch nicht neu, waren die „6 Regeln für inspirierenden Content“:

  1. Gestalten Sie ästhetisch
  2. Helfen Sie mit nützlichem Wissen
  3. Überzeugen Sie mit authentischem Storytelling
  4. Der Nutzer steht im Fokus (positive Absichten)
  5. Bleiben Sie ehrlich
  6. Unterhalten Sie auf einfache Weise.

Wobei diese Tipps/Regeln nach meiner Ansicht für alle Social Media Plattformen gelten.

Kann ich mit Content noch im Wettbewerb bestehen?

Während auf der einen Seite immer mehr Plattfomen und Methoden für Content-Generierung und Distribution vorgestellt werden, ergibt sich auf der anderen Seite die Frage, ob man bei wachsendem Content überhaupt noch wahrgenommen wird. 

Die Frage ist berechtigt. Es gilt deshalb umso mehr, den Kunden früh abzuholen, ihn über die Strecke zu betreuen und auch im Retargeting immer wieder daran zu erinnern. Dabei muss ich auch immer wissen, auf welcher Ebene spreche ich den Kunden an – geht es um Aufklärung, Unterhaltung, Inspiration, Soziales Engagement oder über die reine Informationsebene.

Daneben muss ich – Grundregel Nr. 1 im Marketing – an meine Zielgruppe denken. Spreche ich z.B eher Männer an, fängt dies vielleicht schon mit einem eher lasziven Frauenbild an, während die Bildersprache für Frauen anders wäre.

Der Referent von Outbrain empfiehlt sich deshalb auch als Unterstützer, Deinen Content auch in der Welt draußen bekannt zu machen. Dabei gibt er z.B den Tipp „macht den Content snackable“, also klein und verdaulich.

Was ist rechtlich noch möglich?

Wenn es um snackable geht, ist man natürlich auch gerne geneigt, mal schnell einen Content von Wettbewerbern zu „übernehmen“ bzw. einen Auszug daraus. Aber ist das überhaupt erlaubt? Schon ist man in der rechtlichen Diskussion.

So fängt das Problem schon an, sich auf Äußerungen oder Statements zu beziehen, da man nicht weiß, ob die wahr bzw. real sind. Während einem Privatmann damit nichts passiert, ist man als Dienstleister/Unternehmer schon in einer anderen Lage. Anwalt Solmecke gibt viele Beispiele für abgemahnte bzw. abmahnfähige Aktionen. Beliebt sind natürlich Bildrechte bzw. -nutzungen, so könnte ein „Teilen-Button“ auf dem eigenen Blog mit Bildern aus einer Stock-Plattform schon Probleme bekommen, da zwar die Nutzung des Bildes ggf. erlaubt ist, nicht aber das Sharing.

Leider ist das Zitieren auch nicht grundsätzlich frei, wie es oft in der Community behauptet wird, sondern daran sind einige Voraussetzungen gebunden, z.B die Auseinandersetzung und Kenntlichmachung mit dem Zitat, nicht nur die reine Nutzung.

Oftmals hat man noch Glück, wenn es erst einmal um eine Information z.B durch einen Anwalt gibt und man dann nach der „Active-and-Takedown-„Regel handelt und den Fehler beseitigt. Dann geht es auch ggf noch ohne Strafe ab.

Natürlich ist das Kernthema der #CMCX „Native Marketing“, also die Integration von Marketing z.B in redaktionelle Inhalte ist grundsätzlich nicht erlaubt, zumindest, wenn es nicht kenntlich gemacht wird. Auch das berühmte „Sponsoren by“ bzw. Affiliate Marketing sind nach Ansicht des Anwalts nicht erlaubt bzw. nicht ausreichend. Es müßte wohl zumindest „Anzeige“ darüber stehen.

Geht es auch leichter?

Damit beschäftigt sich der nächste Beitrag. Spielerisch zu mehr Content und damit zu mehr Aktivität der User, z.B durch wiederholende bzw. Kalender-Aktionen – Beispiel wäre der Oster-Kalender. Erfolgreiche Aktionen können auch gerne mal wiederholt werden, so ist für eine Koch-Community das Thema Spargel jedes Jahr wieder interessant.

Möglich sind aber auch Ideen von Wingu, die u.a zusätzliche Bilder für ihre Beacon-Kunden im Zoo anbieten oder spielerisch Zusatzinformationen an Sehenswürdigkeiten wie der Hamburger Speicherstadt auf das Smartphone vor Ort pushen.

Richtig systematisch führt dies ein SEO-Guru – André Alpar – vor, der Content detailliert betrachtet und neben dem „Transactional“ auch den „Information“ und „Social Content “ differenziert. Wichtig ist ihm dabei, dass der Einsatz der unterschiedlichen Content-Typen zu unterschiedlichen „Reaktionen“ führt, d.h während ein Teil eher dazu dient, das SEO zu verbessern, dienen andere Typen eher dem reinen „Content Marketing“ im Sinne eines Socializings.

Dabei spricht er sich auch – entgegen vieler anderer Spezialisten – für den altbekannten Longtail aus, also Kunden mit auch etwas entfernteren „Produktthemen“ in den Shop (billig) holen und dann lieber upgraden, z.B durch Fremiums.

Fazit

Insgesamt viel Stoff bzw. Inhalte und Anregungen in zwei Tagen, es hat sich also mal wieder gelohnt, dabei gewesen zu sein, wenngleich mir das System zwischen den vielen Vorträgen dem Internet World Kongress und dem CMCX-Kongress im Detail noch nicht ganz klar ist. Es geht bei allen um Success-Stories bzw. Inhalten von Profis aus der Praxis quasi für die Praxis, nur das manche Vorträge dann vergleichsweise teuer sind. Über die Qualität der Vorträge sagt es per es nicht sofort etwas aus, nur über die Länge der Vorträge und den Ort.

Na dann bis 2017! 

Was teilst Du am liebsten im Social Web?

Haufe bzw. Adweek sind diesem Thema nachgegangen und haben zum Teil überraschende Ergebnisse und zum Teil alte Weisheiten aufgedeckt.

Trotz aller Vorbehalte – Facebook wird am meisten getraut

Ein aus meiner Sicht überraschendes Ergebnis ist, dass #Facebook mit Abstand am meisten getraut wird, noch vor der Zeitung. Am wenigsten wird wohl #Blogs betraut (da kann ich dann ja gleich wieder zumachen ;-). Ich denke, hier kommt es aber schon auf die Frage bzw. die Differenzierung an. In der Umfrage ging es darum, welchem Content, der von Firmen präsentiert wird, wird in welchem Kanal am ehesten vertraut. Hier rechnet die #Community wohl mit einer „Croud-Zensur“ bei Facebook, während Blogs dann wohl eher den „Unternehmensseiten“ zugerechnet werden.

Sicherlich ist dies auch nicht ganz unberechtigt, weil Firmen in Facebook meist weniger „aggressiv“ Werbung machen als im eigenen Blog.

 

Gutscheine weden nicht „social“ geteilt

Das Posts von #Brands eher selten geteilt werden, auch wenn sie selbst Gutscheine enthalten, kam wiederum weniger überraschend.

Das hingegen Links, die von der Familie bzw. Freunden gesandt wurden, generell gerne weitergereicht werden und dies speziell in der Altersgruppe unter 30 dürfte auch niemanden wirklich überraschen.

 

Lustige Tiervideos werden nie aussterben

Auch die Tatsache, dass lieber lustige oder emotional positive Videos im sozialen Netz geteilt werden, ist nicht neu. Interessant nur, dass sich hier auch nichts ändert (ändern wird). Das aber Produkte, die man selbst gut findet bzw. gekaut hat bzw kaufen würde, auch nicht mit der Commnuity geshared werden, wird manchen Social ECommerce-Betreiber hart treffen.

Da tröstet doch schon mehr, dass gut 40% der Social Media Nutzer (zumindest der bis 50-jährigen) im Nachgang zu #Werbekampagnen über die Social Media Kanäle auch die entsprechenden Produkte ausprobiert haben und bei #YouTube immerhin noch gut 20%.

Das ist ein starkes Argument. Hier geht`s zur Infografik.