#OlisFeedbackCorner: Warum Firmen heute eine „sperm strategy“ brauchen

#OlisFeedbackCorner: Warum Firmen heute eine „sperm strategy“ brauchen

Prof. #Blümelhuber hat in seinem Vortrag beim Marketing Club München am 19.11.2015 betont, dass Firmen schlecht beraten sind, wenn sie sich auf sog. Trendforschungen verlassen und denken, sie könnten somit die Zukunft antizipieren.

Bist Du fit, sexy oder lucky?

Während Firmen früher darum bemüht waren, sich an Märkte anzupassen, streng nach dem darwinistischen Leitsatz „survival for the fittest“, strengten sie sich im weiteren eher an, sexy für die Kunden zu sein. Dies war auch die Hochphase des Marketings, da man speziell vom Marketing erwartete, dass es Firmen sexy nach außen aussehen lässt. Man wollte die Begierde/Bedarf kreieren und so den Kunden glücklich machen.

Mittlerweile sind Kunden größtenteils so aufgeklärt und von Werbung genervt, dass der Referent provokativ davon spricht, dass es eher Glück ist, wenn man Kunden findet bzw. das richtige Produkt anbietet.

Nun verbietet es sich natürlich für einen Marketer, nur von den lucky guys zu sprechen. Dies wäre ein zu fatalistischer Ansatz. Deshalb gibt Herr Prof. Blümelhuber schon auch einen Lösungsansatz, wie man zu einem lucky guy wird.

 

Flexibilität statt Projektion

Da man heute die Zukunft nur schlecht projizieren kann, plädiert der Vortragende dafür, die eigene Fähigkeit zur Flexibilität zu trainieren. Firmen müssen darauf vorbereitet sein, dass etwas Unerwartetes passiert, dann sollten sie in der Lage sein, flexible genug reagieren zu können.

Somit sollten die Anstrengungen mehr auf die Gestaltung von flexiblen Strukturen und vor allem Verhalten liegen, statt auf den Bemühungen die Zukunft durch Projektionen der Vergangenheit immer genauer vorhersagen zu können.

Das alte APIC-System (Analysis – Planing – Implementation – Controlling) wird also abgelöst durch ein Vorbereitet sein, den Markt beobachten und flexibel reagieren. Um es in den Worten des Vortragenden zu sagen, soll sich das Verhalten der Unternehmen von „plan + predict“ zu „play + produce“ verändern.

 

Die „Sperm Strategy“

Richtig „unanständig“ wurde es, als der anerkannte Wissenschaftler von der Berliner Uni der bildenden Künste mit Wurzeln im bayerischen Raum, von der Sperm Strategy als einen erfolgversprechenden Ansatz sprach.

Hintergrund ist, dass wenn man die Zukunft und damit die Wünsche und Anforderungen seiner zukünftigen Kunden weder genau bestimmen (und sich daran anpassen kann), noch selbst „formen“ kann (sexy style), dann sollte man einfach versuchen, auf mehrere Pferde zu setzen. Frei nach dem Motto, ein „Pfeil“ wird schon treffen.

Dies hat natürlich eine deutliche Ähnlichkeit mit dem menschlichen Überlebens- und Vermehrungsstrategien. Auch hier werden Millionen und Milliarden Spermien losgeschickt  in der Hoffnung, dass ein Samen „treffen möge“. Dies erscheint zunächst etwas ineffizient, aber sichert das Überleben und garantiert schließlich auch den Erfolg.

 

Doch wieder Schrotgewehrmarketing?

Nun versuche ich ja in meinen Vorträgen und Beratungen immer von dem sog. „Schrotgewehrmarketing“ abzuraten. Hier scheint es aber, das gerade dafür Werbung gemacht wird.

Wie paßt das zusammen?

Zunächst einmal gibt es einen Unterschied zwischen der Produkt-betrachtung und der Marketingbetrachtung. Während es wohl unstrittig ist, dass die Produktwelten immer weiter in Richtung einer Personalisierung und damit der individuellen Anpassung von Standardprodukten an den Einzelgeschmack gehen, gilt es bei der Vermeidung von #Schrotgewehrmarketing der Vermeidung von unnützen #Marketinginvestitionen.

Somit geht es also in der Abgrenzung um die Bewerbung von vielen unterschiedlichen Produkten mit wirkungsvollen Marketingmaßnahmen. Also lieber das Geld in weitere Produktmodelle stecken und die #Marketingmaßnahmen gezielt einsetzen.

Des weiteren plädiert der Wissenschaftler ja auch für ein Training der eigenen Fähigkeiten (z.B. Flexibilität). Bei meinem Ansatz für eine erfolgreiche Kundengewinnung geht es auch darum, die Voraussetzungen, Bestandteile und Wirkungsweisen der verschiedenen Marketinginstrumente und -konzepte zu verstehen und richtig einzusetzen lernen.

Somit unterstütze ich die Philosophie von Prof. Blümelhuber zu großen Teilen (wenn vielleicht auch nicht in der radikal dargestellten Art und Weise). Aber flexibel zu sein und immer auf mehrere Pferde/Marketingkanäle zu setzen, ist definitiv die richtige Strategie! Auch die Zukunft etwas spielerischer zu sehen und mal etwas auszuprobieren, kann man nur unterstützen!

Insofern kann ich nur dem #MarketingClubMünchen für diesen spannenden und äußerst unterhaltsamen Abend danken.

Natürlich auch Prof. Blümelhuber für seine Ausführungen, auch dafür, dass er seine Folien zum Teil unter instagram zur Verfügung stellt.

 

 

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Was haben Pippi Langstrumpf und die Webwoche München gemeinsam?

Was haben Pippi Langstrumpf und die Webwoche München gemeinsam?

#OlisFeedbackCorner: Pippi Langstrumpf war gestern beim Höhepunkt der Webwoche München, dem Abendempfang im Alten Rathaus in München, ein Beleg dafür, dass die Medien- und Digitalwirtschaft in München zwar größer, reifer und „älter“ wird, aber dies eigentlich gar nicht richtig will. Sie will sich den kindlichen Charme und die Naivität bewahren und auch einmal „verrückt“ spielen bzw. etwas ausprobieren – bei aller Reife und Professionalität.

So zumindest sah es Dr. Glatz in seiner Keynote auf der Webwoche München #mww15.

Er war nicht der einzige Sprecher sondern einer der vielen Gratulanten und Impulsgeber der mittlerweile schon „traditionellen“ Veranstaltung. Hier zeigt die Medien-/Digitalwirtschaft und ITK-Branche ihre Stärke und die neuesten Errungenschaften anhand der vielen Münchner Startups. Dabei gerät die Webwoche nicht nur zu einer Leistungsschau sondern mit den über 80 Seminaren, Vorträgen und Infoveranstaltungen zu einem wichtigen Zentrum für Information und Bildung. Die Veranstaltung läuft bereits seit 15. Juni und hat Abschluss am kommenden Wochenende.

Am gestrigen Abend wurden auch noch Blog-Awards verliehen, u.a. in Kategorien wie „Blog Allgemein“ oder „Unternehmens-Blog“. Das dabei auch ein Essens-Blog und ein Stadt-Blog weit vorne rangierten, überrascht nicht.

Überraschender waren da schon eher die Grußworte von Staatsministerin Aigner, die aufgrund der physischen Abwesenheit, einfach verlesen wurden. Bei einer Veranstaltung am Medien- und Digitalstandort München eher befremdlich, eine „Video-Konserve“ oder Live-Schaltung wäre wohl standesgemäßer gewesen.

Auch die musikalische Live-Einlage war eher Gewöhnungssache, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und ein bisschen Abwechslung schadet ja nicht 😉

Grundsätzlich ist es eine gute Sache, den Standort noch einmal in seiner Vielfalt zu zeigen und neben der Bits & Pretzels auch hier einmal eine Fläche für die vielen neuen Ideen und #

MunichMarketing-auf-Wenwoche-München

MunichMarketing-auf-Webwoche-München

Pippi-Langstrumpf-und-die-Webwoche-Muenchen

Pippi-Langstrumpf-und-die-Webwoche-Muenchen

Webwoche München - Impressionen von MunichMarketing

Webwoche München – Impressionen von MunichMarketing

StartUps zu geben.

Webwoche München in vollem Gange…

Webwoche München in vollem Gange…

…und dies bereits zum wiederholten Male in München.

Während früher eher das #Isarcamp im Vordergrund stand, soll die #WebwocheMünchen nun primär die Leistungskraft Münchner Firmen aus der Digitalwirtschaft darstellen.

Ein bunter Strauß an Seminaren und Info-Veranstaltungen trägt dazu bei:

Webwoche München