Es reicht! „Geht nicht…“ – geht gar nicht!

Es reicht! „Geht nicht…“ – geht gar nicht!

Da es mir diese Woche bereits zum 2. Mal passiert ist (und es war erst Dienstag), habe ich nun die Nase voll und muss einmal etwas über ein absolutes No-Go in der deutschen Wirtschaft bzw. Dienstleistungssektor los werden.

„Knack“ hat`s gemacht und das Chaos begann Immer das selbe

Kurz zu den Geschichten. Vor einiger Zeit ist mir mein Handy aus der Hand gerutscht, wie wahrscheinlich den meisten von Euch auch schon mal. Oft passiert gar nichts, diesmal hatte ich nicht so viel Glück – Display kaputt! So weit, so schlecht. Leider ist man mittlerweile bei #Samsung auch alles andere als kundenfreundlich (neben der Einschränkung, dass man seit dem S7 den Akku nicht mehr austauschen kann, hat man sich auch darauf festgelegt, nicht einfach nur das (dünne) Display tauschen zu können, sondern ein Gesamtbauteil daraus gemacht. Das Ersatzteil allein kostet damit schon mehr als 300€ für das Samsung Galaxy S7 Edge kostet, aber das ist eine andere Geschichte…).

Nun habe ich die Chance, dies eventuell als Versicherungsfall abrechnen zu können (da bin ich noch optimistisch, werde aber wahrscheinlich auch hier noch mein blaues Wunder erleben). Allerdings ist es für die Versicherung notwendig, dass sie eine Reparaturrechnung oder einen Kostenvoranschlag vorgelegt bekommt. Da ich natürlich erst sicher gehen will, dass die Versicherung zumindest einen Teil der Kosten übernimmt (sonst kann ich gleich ein neues kaufen), machte ich mich auf die Suche nach einem Kostenvoranschlag.

Zumindest ist der Wissenstand identisch

Frisch motiviert rufe ich bei der #T-Mobile Hotline an und bitte um eben einen solchen. Telekommunikationsanbieter-Hotlines sind ja grundsätzlich schon eine Strafe, aber wenn man nach einer gefühlten halben Stunde einmal durchkommt und dann vom Service-Mitarbeiter erzählt bekommt, dass dies leider nicht möglich ist, weil man erst einen Auftrag erteilen müßte, um dann einen KV zu erhalten, beginnt langsam der Hals dick zu werden. Auch nach mehreren vergeblichen Versuchen der Erläuterung, dass man eben erst eine Zusage der Versicherung benötige, um dann einen Auftrag erteilen zu können, gibt man sich geschlagen. Nutzerfreundliche Kundenprozesse sehen anders aus. Auch ein zweiter Versuch – in der Hoffnung, dass nur mal wieder Wissensdifferenzen zwischen den Agents bestünden – führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Zumindest gleicher Wissenstand. Nur zu noch mehr Frust und 2 genervten Agents.

„Das geht leider nicht“

Man ist schon versucht, dies auf die Technik bzw. die restriktiven Vorgaben des Konzerns zu schieben, denkt sich aber, dass es ja nicht sein kann, dass einer der größten deutschen Konzerne nicht so einen einfachen Vorgang beherrscht.

Da gab es doch noch (Offline) Shops mit Service-Mitarbeitern

Also, auf zum nächsten Telekom-Shop. Dort erwartet mich ein jüngerer, sehr netter und motivierter Service-Mitarbeiter. Auch er weißt darauf hin, dass dies nicht leicht werden wird bis unmöglich (anscheinend hat er schon Erfahrungen gemacht).

Ich versicherte ihm, dass Herausforderungen quasi mein Hobby sind und ich gewohnt bin, dass etwas zumindest nicht „leicht ist bzw. gar nicht geht“. Er erklärt sich aber bereit, es zu versuchen. Siehe da, nach seiner Eingabe der Daten und einem kurzen Rückruf in der Zentrale liegt mir nun der KV ganz einfach vor.

Manchmal hilft ein direkter Kontakt und ein motvierter Mitarbeiter

Die zweite Geschichte: Als ich im Anschluss eine tags zuvor gekaufte Jacke bei #Galeria-Kaufhof umtauschen wollte, erlebte ich mein zweites „Wunder“. Der Umtausch wurde zunächst ohne Nachfrage und Ärger durchgeührt. Der freundliche Mitarbeiter teilte mir mit, dass ich sofort die 149,90€ zurück gebucht bekomme. Moment: wieso 149,90€, die Jacke kostete doch 169,90€!

Netter Versuch!

Ja, aber ich hätte ja auch einen Rabattgutschein i.H.v. 20€ (gültig gerade einmal 7 Tage) erhalten. Korrekt, allerdings wurde dieser Rabatt weder sofort bei der Jacke abgezogen, noch bisher eingelöst und wird dies voraussichtlich auch nicht in den nächsten 5-6 Tagen.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen einen Discount (realer Rabatt), der mir auf die Jacke gewährt worden wäre und einer reinen Werbeaktion (wie dieser hier), die mir die Möglichkeit gibt, bei meinem nächsten Einkauf innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters etwas zu sparen. Rechtlich handelt es sich somit wohl gar nicht um einen Gutschein!

Ich wies also darauf hin und bat darum, den Rabattgutschein zurück zu nehmen, mir aber dafür auch den kompletten Betrag gut zu schreiben, den ich gezahlt habe.

Oh, die Retoure wurde aber schon abgerechnet! Mein Problem?

Ok, man frage mal nach, wie dies ginge. Nach drei Nachfragen – analog Buchbinder Wanninger – wurde auch sofort von einer kompetenten Kollegin bestätigt, dass das gar nicht ginge und höchstens durch den Abteilungsleiter aus Kulanz direkt ausgezahlt werden könne.

Der winkte natürlich sofort pflichtbewußt ab mit dem Hinweis, er sei ja gerade beschäftigt und mein Verkäufer solle dies direkt mit der Service-Zentrale und mir klären. Nach einem kurzen Spaziergang durchs Haus (ja, ich mußte einfach „nur“ hinterherlaufen), fand sich eine Kollegin, die den Beleg einfach zurück nahm. Er wurde gegen „Gebühr gebucht“ und mir der Betrag einfach ausgezahlt. Der junge Kollege war wenigstens bemüht, aber leider hat man ihn einfach allein gelassen mit dem Problem, zumindest am Anfang. Wird sich schon erledigen, oder?

Manchmal gehen Dinge, die (offiziell) „gar nicht gehen“ doch so schnell und einfach.

Warum bedarf es dazu immer erst Diskussionen, viel Zeit und Aufwand und zig involvierter Personen???

Deutschland immer noch eine Service-Wüste?

Obwohl sich in Bezug auf den #Servicegedanken in Deutschland aus meiner Sicht schon sehr viel verbessert hat und manche Dinge heute Standard sind (man denke nur an #Retouren, etc.), gibt es immer wieder die Situationen, in denen man erst einmal hört, „..das geht nicht!!!“ Dabei habe ich den Eindruck, dass dies gerade in letzter Zeit wieder zunimmt. Man ist extrem großzügig in Bezug auf das Thema „Umtauschen“ im Allgemeinen. Man versucht aber grundsätzlich lieber erst mal Zusatzarbeit mit der Totschlag-Floskel „Geht nicht“ zu vermeiden.

Können wir diese Floskel bitte streichen für ein: „ich versuche mal, was ich da für Sie tun kann.“

Starten wir alle mit ein bißchen mehr versuchen statt verhindern!

Ich denke, ich spreche hiermit vielen Menschen aus der Seele und jeder von uns hat es schon zig mal erlebt. Wenn wir uns aber alle in unserem eigenen Umfeld und Betätigungsfeld anstrengen, dann gibt es kein Feld mehr, in dem der Satz fällt!

Besonders bewußt wird mir die Situation immer nach dem Urlaub, wenn man selbst oder von Erzählungen von Freunden erfährt, wie es sonst in der Welt gehandhabt wird. Wie engagiert Verkäufer und Service-Mitarbeiter in anderen Ländern auch mit nervigen Kleinigkeiten umgehen. Auch unsere Kollegen mit fremdländischen Wurzeln berichten immer wieder davon, dass ihnen der fehlende Service-Gedanke in Deutschalnd besonders nach einer Reise in das Heimatland auffällt. Sonst haben sie sich wahrscheinlich (leider) schon dran gewöhnt. So sieht Integration nach meinem Verständnis nicht aus 😉

Gutes #Image sieht anders aus! Also auf mehr Flexibilität zu unser aller Nutzen (und Freude).

 

Wer mehr zum Thema Service lesen möchte:

Gut verhandeln ist nicht leicht

Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Seminarhotel?

Die eigene Reputation – viel zu wenig beachtet!

 

 

 

 

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Ist Cat-Content (endlich) tod?

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Gestern stand mir der Angstschweiß auf der Stirn – Tag der Katze!

Ich sah im (Alp-)Traum schon Millionen von Katzenbildern auf mich einprasseln. Aus Vorsicht habe ich erst nachmittags das erste Mal in meinen Facebook-Account gesehen und Instagram gar nicht geöffnet. Auch WhatsApp blieb erstaunlich ruhig. Also ist die schier endlose Welle des Cat-Content doch vorüber? Oder haben meine Vermeidungsstrategien einfach nur ausgereicht?

Cat-Content ist kein Content!

Wurde es endlich verstanden, dass #Katzenbilder, egal wie niedlich sie auch seien, kein Content für das Netz ist und schon gar nicht für Unternehmer – Tierärzte und Tierbedarf einmal ausgeklammert.

Auch wenn das Buzzword „Content-Marketing“ in den letzten Jahren sehr weit ausgelegt und gestresst wurde, geht es immer noch um relevante Inhalte. Natürlich ist Marketing und Content-Marketing im Speziellen auch immer eine Art Entertainment und wir wissen alle, dass natürlich lustige bzw. witzige Inhalte lieber konsumiert werden als „schwere“ Texte. Es soll auch unterhaltsam bleiben. Deshalb gab es ja auch die Bewegung hin zum Storytelling (auch wenn viele dies nur als alten Wein in neuen Schläuchen sehen).

Storytelling ist kein Alibi für Katzeninhalte

Aber auch #Storytelling kennt seine Grenzen, wenn man täglich nur über seine Katze berichtet. Werbung soll Emotionen transportieren und fördern, aber eben auch informieren und einen Mehrwert leisten!

Das Erzählen von Geschichten spricht ja gerade mehrere unserer Bedürfnisse und das Verständnis an. In Geschichten werden Emotionen, aber vor allem auch Informationen transportiert. Der Zuhörer kann sie leichter verstehen und hat Möglichkeiten, sein eigenes Verhalten bzw. Leben zu assoziieren bzw. gerade vom Gehörten abzugrenzen.

Storytelling macht etwas anschaulich, was oftmals ansonsten schwer verständlich ist, z.B. komplexe Dienstleistungen oder Produkte.

Was kann Storytelling leisten?

Storytelling läßt uns „teilhaben“ an einer Geschichte, zieht uns ggf. in den Bann, wenn sie gut erzählt ist und führt uns dazu, Position zur Geschichte zu beziehen. Entweder lehnen wir sie ab, ziehen unsere Lehre daraus oder erkennen, dass wir ja in einer ähnlichen Situation sind. Letzteres ist natürlich perfekt, wenn wir eine Erfolgsgeschichte haben bzw. in der Geschichte ein Problem lösen können, welches eventuell auch unser Zuhörer hat – schon haben wir einen potentiellen neuen Kunden.

Ich lasse deshalb gerne in meinen Coachings die Coachees auch das Erzählen der Geschichten trainieren, dies fängt schon beim #Elevator Pitch an. Auch hier erzeuge ich mehr Interesse und Aufmerksamkeit, wenn ich es in eine Kurzgeschichte bzw. Witz verpacken kann.

Was sind die Herausforderungen für Storytelling?

Neben den technischen Dingen – wie einem strukturierten Aufbau und fest definierten Handelnden, vom Held zum Antiheld, – geht es vor allem um die richtige Geschichte, aber auch die richtige Herleitung zu Deinem Produkt bzw. Deiner Dienstleistung. Wenn Du Geschichten nur zur Unterhaltung erzählst, solltest Du ans Theater gehen. Wenn es aber darum geht, dem Zuhörer Ansatzpunkte für sein eigenes Handeln zu geben, Dich als den „Erlöser“ darzustellen ohne anzugeben oder Involvement zu erzeugen, dann wird Geschichtenerzählung zu einer Aufgabe.

Damit ist verbunden, sich im Vorfeld sehr genau Gedanken zu machen, was Anlässe, Inhalte, Lösung und Spannungskurve in Deiner Geschichte sein sollen bzw. können.

Der große Vorteil ist…

…wenn man sich über all die beschriebenen Aspekte Gedanken gemacht hat, die Charaktere definiert, mit Leben gefüllt und auch noch den nötigen Unterhaltungswert eingebaut hat, läßt sich die Story optimal mehrmals verwenden.

Ich kann versuchen, sie in Teile aufzusplitten und entsprechend des Anlasses, auch nur teilweise einsetzen. So habe ich u.a. einen Elevator Pitch, eine Eingangsgeschichte für meine Homepage, Flyer/Folder bzw. Unternehmenspräsentation. Immer geht es um den selben Kern. Die handelnden Personen benötigen etwas, haben etwas entdeckt und nun kommt die Lösung, wie man damit umgeht. Was passiert ist – positiv wie negativ. Wer war nötig? Was muss beachtet werden? Warum war es diesmal ein Erfolg oder Flop? etc..

In diesem Sinne macht Euch schon mal Gedanken, was Euch interessantes, lustiges, außergewöhnliches passiert ist, dass direkt oder indirekt mit Euren Leistungen zu tun hat.

Und ich verspreche, dies hier war das erste und letzte Katzenbild von mir 😉

 

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Beide haben einen guten Geschmack bei der Wahl ihres gemeinsamen #twittagessen (s). Genau neben meinem Büro, da bin ich natürlich gerne dabei, zumal ich schon lange mal wieder zu einem Treffen der #webgrrls wollte. Immer sehr nett und entspannt und viele nette Leute.

Wer mehr Termine bzw. Infos haben will – bitte hier.

 

Wer noch mehr Aktuelles lesen will:

 

 

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Insofern kann man #deutschestartups mal wieder nur danken für die exzellente Übersicht an wichtigen Medien-Kontakten (hier speziell für die Gründerszene) – s.u..

Zuerst wichtige Vorbereitungen für PR treffen

Natürlich soll das kein Freischein sein, die erwähnten Kontakte nun zu zuspamen, viel mehr gilt nach wie vor – zuerst die Hausaufgaben machen, soll heißen:

  • Zielgruppe definieren
  • Differenzierungsmerkmal heraus arbeiten
  • einen tollen Aufhänger identifizieren (nur spannende Geschichten werden auch veröffentlicht) und
  • schon möglichst strukturiert vorbereiten
  • erst dann die Kontakte zu den Medien suchen!

Perfekte Übersicht über Verantwortliche in den Leitmedien

Deutsche Startups hat eine Übersicht erstellt, wer in den jeweiligen Medien verantwortlich ist, primär für die Reportagen über Startups bzw. die neuen Unternehmen in der digitalen Welt. Hier kannst Du den Artikel lesen.

 

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Ich danke deshalb den Teilnehmern am Schnupperkurs für ihre aktive Teilnahme. Hat Spaß gemacht, auch ein Dank an Sigrid Hauer als Storytellingexpertin.

Es wurde interaktiv vorgeführt, wie man eine Story entwickelt und auf was es dabei ankommt. Anschließend konnte ich darlegen, wie man #Storytelling im erfolgreichen Marketing anwenden kann. Zudem welche Möglichkeiten es in der Kombination der Vielfalt der #Marketinginstrumente gibt.

Aufgrund des Interesses wird der Schnupperkurs wohl noch mal wiederholt – mehr demnächst. Wer nicht so lange warten will, kann jetzt auch schon den Intensivkurs buchen.

 

Neue Kundengewinnungs-Cloud ist da!

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In der mittlerweile 7. Version liegt die #Kundengewinnungscloud nun vor.

Wieder gab es einige Ergänzungen und Justierungen, um zu zeigen, wie vielfältig Marketing heute sein kann.

Kundengewinnungscloud ist kein neues Wikipedia oder Lexikon

MunichMarketing, die Verfasser dieser Cloud, stellen dabei wiederholt klar, dass es nicht um eine „philosophische“ Diskussion über die einzelnen Zuordnungen gehen soll. Natürlich läßt sich beispielsweise herrlich streiten, ob Social Media primär „nur ein Hilfsmittel“ für die PR ist oder doch schon lange dem Welpenstadium entwachsen und selbst viel zu bedeutend.

Keine neue Kopie von vorhandenen Informationen

Genauso erhebt die Kundengewinnungs-Cloud keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele Plattformen und Marketinginstrumente stehen eher pars pro toto in der Darstellung, als hier wirklich zu versuchen, alle vorhandenen Plattformen und Möglichkeiten abzubilden. Hier steht Übersicht und Orientierung klar vor Vollständigkeit. So sei an dieser Stelle lieber vertrauensvoll auf andere – sehr sinnvolle – Übersichten, wie z.B. das Social Media Prisma von Ethority verwiesen, als zu versuchen diese und ähnlich verfügbare Darstellungen nochmals zu kopieren.

Kundengewinnungscloud fördert Übersicht und Auswahl

MunichMarketing legt mit seiner Darstellung der Marketinginstrumente und Hilfsmittel den Fokus klar auf eine erste Übersicht und Hinweis auf Abhängigkeiten zwischen den Marketinginstrumenten.

Die positive Nachricht ist einerseits, dass für jeden Unternehmer und für jede Firma mind. ein bis viele Marketingkanäle und -instrumente verfügbar sind – unabhängig von Budget, Zeit und Engagement.

Weiterhin sehr wichtig ist, dass sich die Marketinginstrumente beeinflussen (können) und oft erst das Zusammenspiel den richtigen Erfolg bringt.

Bei Fragen kann man sich natürlich gerne direkt an mich oder MunichMarketing wenden.

Bewegtbild das neue Gold der Werbung

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#OlisFeedbackCorner: Während ich Euch im 1. Teil meiner Zusammenfassung des Online Marketing Forums 2017 (#OMF2017) in München erklärt habe, warum Influencer Marketing oft die Erwartungen enttäuscht und wie es doch funktionieren kann bzw. warum das Tracking von Marketing-Maßnahmen so wichtig ist, stelle ich Euch im 2. Teil folgende Punkte vor:

  • Bewegtbild – das neue Gold des Marketings?
  • Macht der alte Newsletter noch Sinn?
  • Storytelling fördert Kundenbindung
  • Bei aller Werbung auch an den Datenschutz denken u.v.a. mehr.

Facebook kann mehr als Posts

In einem leidenschaftlichen Appell wirbt eine der Referentinnen für Werbekampagnen mit Facebook. Dabei stellt sie klar, dass es längst über die schon bekannten Ads, z.B. im Nachrichtenteil, bei Facebook hinaus geht.

Mittlerweile stehen bis zu 8 Werbeformate bei Facebook & Co. (inkl. Töchter) zur Verfügung. Das man damit natürlich extreme Reichweiten erzielen kann, ist selbstverständlich. Zudem bietet Facebook mittlerweile Zugang zu mehr als jedem vierten Menschen auf dieser Welt, in Deutschland allein zu über 35 Mio. Bürgern. Berücksichtigt man Babies und (Klein-)Kinder somit zu mehr als jedem 2. Einwohner.

Praktisch für „Nicht-Geübte“ ist zudem die automatische Optimierung, die Facebook zum Teil für die Werbeschaltungen anbietet.

Also doch im nächsten Marketing-Mix berücksichtigen!

Storytelling – der „Film“ neben dem Film/TV

Natürlich ist das Buzzword #Storytelling derzeit in aller Munde. Storytelling ist für die einen die neue Zauberformel für alles im Marketing, für die anderen nur alter Wein in neuen Schläuchen. Wie immer steckt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Das Storytelling nicht nur Bilder und ganze „Filmsequenzen“ beim Kunden erzeugen kann und somit quasi der Film neben dem eigentlichen Film ist, ist klar. Das es aber speziell zur Vorbereitung auf beispielsweise Blockbuster und/oder Serien dienen kann, erscheint zunächst nicht selbsterklärend.

Michael Lämmle aus dem Pro7Sat1-Konzern erklärt dies anhand verschiedener Formate. So können per Storytelling beispielsweise Geschichten von neuen bzw. ausgeschiedenen Kandidaten diverser (Casting-)Shows erzählt und medial unterstützt werden. Hierfür werden bei den Sendern – mehr oder weniger aufwendig –  zusätzliche Inhalte produziert und z.B. über soziale Medien distribuiert. Aber auch die bekannten (Online-)Plattformen helfen den Sendern, die neuen Inhalte an die Frau bzw. den Mann zu bekommen.

Speziell interessant ist das, wenn man nicht ständig neue Inhalte hat bzw. ein Format gerade live „on air“ ist. Dies ist somit auch für Euch alle interessant, wenn es mal kein neues Produkt oder Dienstleistung gibt.  

Bewegtbild – das neue Gold der Marketing-Schürfer?

Das Storytelling nicht nur Bilder erzeugt, sondern u.a. auch in Bildern bzw. ganzen Filmen erfolgen kann und sollte, stellt Stephan Klein heraus.

Während es – laut des Referenten – vor 2 Jahren noch eine ca. 12%-ige Nutzung von Video-Inhalten im Netz gab, erhöhte sich die Prozentzahl mittlerweile schon auf ca. 20%. Nun kann man streiten, ob es 2019, also in weiteren 2 Jahren, bereits 90% sein werden, wie vom Referenten in Aussicht gestellt, oder weniger, was ich für realistischer halte. Zweifellos ist jedoch, dass Bewegtbild eine rasante Entwicklung durchleben wird.

Ebenfalls unbestritten ist die emotionale Kraft und die Begeisterung, die Filme entfalten können. Seit langem ist auch bewiesen, dass Inhalte, die über mehrere Sinne vermittelt werden, einfach besser und länger in Erinnerung bleiben, speziell im visuellen Bereich.

Unterstützen möchte ich auch die Aussage, dass es sich gerade bei komplexen Themen direkt anbietet, die Problematik visuell darzustellen und filmisch zu erklären, sog. „Erklärvideos“ seien hier nur kurz genannt.

Schließlich bleibt zu erwähnen, dass Video-Content heute ein wichtiger Aspekt beim Google-Ranking ist!

Der Newsletter ist tot, der Newsletter ist tot…

… er kann nicht mehr singen…

So oder ähnlich klingt es in einem alten Kinderlied. Das jedoch das Gegenteil gerade der Fall ist, beweisen Referenten von T-Systems. Sie geben vor allem wichtige Hinweise, damit der oftmals schlechte Ruf von Newslettern vermieden wird und die regelmäßigen Nachrichten an Kunden ein wichtiger Teil, z.B. bei der #Leadgenerierung, werden können.

Herausheben möchte ich von den Tipps u.a. den sog. „snackable Content“, d.h. leicht verdauliche Contents, die eher Spaß und Freude machen, in einem entspannten Umfeld, Informationen von den Firmen zu erhalten.

Auch sehr wichtig der Kernappell der beiden Referenten, nämlich Newsletter der modernen Herausforderung von mobiler Nutzung anzupassen. Dazu gehört nicht nur ein reponsives Template für den Newsletter, sondern auch eine mobile-ready Landingpage und ein „finger-friendly Design“. So dass es quasi mit einer Hand bedient werden kann.

Künstliche Intelligenz und Big Data machen es möglich…

In Zeiten von #Big Data und Künstlicher Intelligenz (#KI oder #AI) sollte zudem Personalisierung heute kein Thema mehr sein. So sei an dieser Stelle auch von mir ergänzt, dass es mittlerweile technisch überhaupt kein Problem ist, jedem seinen individuellen Newsletter zu senden, d.h. während eine Kundin den gelben Pulli angeboten bekommt, erhält ihn eine andere im roten Design – immer entsprechend der Vorlieben und Gewohnheiten laut Big Data. Aber nicht nur das, auch zur jeweils besten Uhrzeit und ggf. Temperatur an den verschiedenen Orten (Bikinis machen eben bei 20 Grad plus mehr Sinn ;-).

Personalisierung wird durch location-based-Features erst lustig

Das der große Hype um Beacons schon vorbei ist, wird der Michael Wolf nicht gerne hören, trotzdem überzeugt er mit praktischen Beispielen, wie heute Angebote durch #location-based Services personalisiert werden können.

Er weist darauf hin, dass sich durch diese Personalisierung im „richtigen“ Moment natürlich eine hohe Emotionalisierung erzeugen läßt. Wenn beispielsweise die Kundin im Schuhgeschäft gleich den Schuh angeboten bekommt, für den sie sich bereits im Netz zuvor interessiert hat, oder die Rabatte auf das passende Produkt fallen und so einen extra Impuls setzen.

Zudem lassen sich beispielsweise imaginäre Immobilienwelten für den Kunden generieren oder auch direkt beim Wettbewerb nochmals Impulse für das eigene Geschäft, z.B. vor dem Wettbewerbsladen, setzen (z.B. Rabatt).

Die simpelste Nutzung für location-based-Services ist eine Erfolgsmessung, wie z.B. im Out-of-Home-Bereich von Ströer.

Sind Sie schon auf die neuen Datenschutzregeln vorbereitet?

Nach so viel Fantasie im Seminar wird es schließlich auch wieder etwas „realistischer.“ Eine neue europaeinheitliche Datenschutzregelung (die sog. „Datenschutz-Grundverordnung“) steht für den Mai nächstes Jahr an.

Diese sieht neben einigen Klarstellungen – double-opt-in ist nun Standard – auch einige weitere Verschärfungen vor. So müssen Cloud-Nutzungen (s. Google Analytics) neu geregelt werden – also für alle Arbeit – . Zudem müssen ggf. auch noch Verfahrensverzeichnisse von den Unternehmern erstellt werden.

Da ich dies bereits für ein großes, internationales Unternehmen einmal als Projekt durchführen durfte, kann ich nur jetzt schon gratulieren und viel Spaß beim Erstellen wünschen 😉

So viel zu diesem Online Marketing Forum und den Trends für 2017, demnächst mehr Infos von anderen Veranstaltungen.

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Was hat Darth Vader mit Business zu tun?

Kundenmeinungen sind das wichtigste…

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