#OlisFeedbackCorner: „Alles was Recht ist“…

#OlisFeedbackCorner: „Alles was Recht ist“…

…der Bloggerstammtisch München #bloggermuc beschäftigt sich diesmal mit einem der schwierigsten Themen überhaupt – was darf ich als Blogger in meinem Blog posten und was nicht? Speziell gefragt ist, welche Bilder und welche Texte ich veröffentlichen darf.

 

Das Recht fängt schon bei den Rahmendaten an

 

Dies fängt schon bei der Einladung an, wer hat z.B. zu einer Veranstaltung eingeladen. Davon kann es schon abhängen, welche Inhalte notiert, fotografiert und schließlich veröffentlicht werden dürfen. So kann man u.a. unterstellen, daß gewisse Veröffentlichungen auch an der Art der Einladung bzw. dem Einladenden hängen. Wenn man beispielsweise zum Bloggerstammtisch eingeladen wird, kann man auch davon ausgehen, dass die Inhalte gepostet werden dürfen.

 

Haben alle Menschen die gleichen Rechte und Zugriffsmöglichkeiten?

 

Wichtig ist auch die Unterscheidung in berufsmäßige und professionelle Anwender oder z.B. Medien. Zeitschriften haben u.a. exemplarisch automatisch exklusives Nutzungsrecht für 1 Jahr – auch ohne explizite Vereinbarung. Anschließend fällt es wieder an den ursprünglichen Inhaber zurück.

Ein weiteres Spezifikum ergibt sich im sog. „Model Release“. Hier muss demjenigen, der abfotografiert wird, auch mitgeteilt werden, wofür das Bild verwendet wird. Um hier möglichst sicher zu sein, könnte man die geschossenen Bilder dem „Model“ zusenden. Im Streit über die Rechte kann man dann im besten Falle „darauf plädieren“, dass die Verwendung gebilligt wurde.

 

Welche  Möglichkeiten hat man für eine Veröffentlichung?

 

Wichtig beim Ablichten von anderen Werken – was oft mißverstanden wird als „Lösung“, um keine Originale zu kopieren -, könnte es interessant sein, ob ein „neues Werk“ entstanden ist. Möglich wäre hier auch die Ergänzung von weiterem Text, um ein neues Werk entstehen zu lassen. Selbst bei offensichtlich frei zugänglichen Bildern müssen unbedingt die Nutzungsbedingungen, z.B. „Nur für Journalisten, etc.“ beachtet werden.

Ein weiteres gerne mißverstandenes Thema ist die Abhängigkeit des Veröffentlichungsrechts vom Geschäftsmodell. Grundsätzlich kommt es nicht darauf an, ob man mit der Veröffentlichung Geld verdient oder nicht!

Rechtsfrei sind hingegen Bilder von Personen bzw. Objekten, die seit 70 Jahren tot sind (sog. „Gemeinfrei“)

Was sind den Alternativen, um doch eventuell noch interessante Inhalte veröffentlichen zu können?

„Verlinken darf ich immer!“, lautet die Devise am Abend. Wichtig: aber immer nur auf die Originalseite verlinken, kein Deep Link z.B. auf ein Bild!

Eventuell könnten auch Zitate ein legitimes Mittel sein, Originale wiederzugeben – ohne Rechtsverletzungen durchzuführen. So sind normalerweise Bilder von Buch-Covern möglich, wenn man eine Rezension über das Buch schreibt.

Gilt das auch für Screenshots? Screenshot sind leider auch verboten.  Im Endeffekt entsprechen sie dem Abfotografieren eines Originalfotos.

Bilder von öffentlichen Veranstaltungen sind hingegen erlaubt, zumindest als Journalist – zudem wenn man tagesaktuell berichtet.

Wie sieht es mit dem Fotografieren von Menschen in der Öffentlichkeit aus?

Wenn Menschen in einer Gruppe ein „Beiwerk“ darstellen, darf man sie veröffentlichen. Gruppen definieren sich hierbei als Menschenansammlungen von mehr  als drei Personen, wobei keiner herausstechen darf.

 

Noch ein ganz wichtiger Hinweis:


Aufgrund des komplexen Sachverhalts muss ich hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass keine Haftung für die Inhalte bzw. die rechtlichen Aussagen übernommen werden kann ;-)))

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3 Gedanken zu “#OlisFeedbackCorner: „Alles was Recht ist“…

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