Google spielt den Spielverderber!

Google spielt den Spielverderber!

Während Anfang des Jahres alle mit neuen Mega-Updates á la Penguin gerechnet haben, hat Google wohl am letzten Wochenende ein Update auf dem sog. Kern-Algorithmus durchgeführt. Zwar wurde eine Veränderung bereits von #Google bestätigt, aber natürlich nicht im Detail welche Änderungen.

Die ersten Erkenntnisse zur Änderung des Google Suchalgorithmus

Die versierte Community ist seitdem daran, herauszufinden, welche „Schrauben“ gedreht wurden. Dabei fällt wohl einerseits auf, dass die Änderungen noch nicht 1:1 auf der Google.com und der Google.de einheitlich ausfallen. Dies könnte mit einem zeitversetzen Rollout zusammenhängen, so dass die deutsche Suchmaschine eventuell in den nächsten Tagen noch einige Überraschungen bereit hält.

Zudem scheinen Effekte zu bestehen, die nicht unbedingt systematisch sind, will heißen, dass Google wohl neben der Algorithmus-Änderung auch noch händisch in das System eingegriffen hat.

Wer sind Gewinner und Verlierer der Suchmaschinen-Anpassung?

In den USA sind zunächst wohl viele Publisher – mit „rein“ textlichen und älteren Angeboten – Verlierer. Speziell, wenn sie eher über Brands schreiben als selbst Brands im einen oder anderen Bereich zu sein. Große Marken scheinen hingegen tendenziell zunächst Gewinner. Dies sind aber noch vorsichtige Schätzungen, da #searchmetrics z.B. einerseits Audi als Brand zu den Gewinnern zählt, andererseits bei Marc O´Polo in Deutschland bei der Visibilität ein Minus von 30% bescheinigt.

Es gibt aber auch Gewinner unter den Publishern. Dann nämlich, wenn sie ihre Texte nicht nur gut und umfangreich recherchiert haben, sondern durch entsprechende mediale Aspekte ergänzt haben (Bilder und Videos). Dies würde zum grundsätzlichen Trend seit Jahren passen, visuelle Aspekte deutlich positiver zu bewerten.

Zudem wird auch der grundsätzliche Trend der Aktualität offensichtlich weiterhin gestärkt. Neuere Angebote scheiden somit besser ab als ältere.

Daneben werden „Einzeleffekte“ identifiziert, wie z.B. bei Seiten mit Inhalten zum Thema Gitarren, die eher auf einen manuellen Eingriff hindeuten. Auch die Karriereseite der Bundewehr scheint im Zuge eines Relaunchs und sehr vereinfachten Redirects in der Folge abgestraft worden zu sein, wie Searchmetrics erkannte.

Gibt es weitere Erkenntnisse bzw. Änderungen?

Ein wichtiger Aspekt, der ebenfalls ins fundamentale System passt: Stickiness wird wohl noch mehr belohnt, selbst bei wenig Content und vermeintlich geringerer (optischer) Attraktivität. So wollen die Tester festgestellt haben, dass manche EDU oder Gaming Plattform plötzlich besser abschneidet, obwohl sie sonst eher nicht ins Bild passt, aber hohe Nutzungsdauern aufweist.

Was lerne ich daraus?

Noch vor den erwarteten großen Updates setzt Google auf die Verstärkung seiner Trends, Bewegtbild, zumindest Fotos positiv zu bewerten. Wertvoller Content, der sich auch durch einen entsprechenden Umfang und Aktualität auszeichnet wird älterem Content vorgezogen. Google setzt zudem auf die eigentlich „Verantwortlichen“, d.h. die Brands und weniger auf „Berichterstatter“.

Schließlich zählt aber der Kundenwunsch, d.h. wie zufrieden sind die User mit den Ergebnissen und bleiben sie auf den Seiten.

 

Wer Interesse an den Auswertungen von Searchmetrics hat, kann diese in deren Blog lesen.

 

 

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